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Presse
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Einführung der KolibriCard im Jahr 2006
 
 

25. kontiki-Konferenz in Schwäbisch Hall

Interoperabilität im Electronic Ticketing

Schwäbisch Hall - die Kernapplikation ist umgesetzt

 Die erste Realisierung der VDV-Kernapplikation in Schwäbisch Hall war das Hauptthema der 25. kontiki-Konferenz, die vom 23. bis 24. März 2006 in Schwäbisch Hall in Zusammenarbeit mit der VDV-Kernapplikations GmbH und einer Rekordbeteiligung von 110 Teilnehmern aus acht europäischen Ländern durchgeführt wurde. Verkehrsunternehmen und politische Entscheidungsträger konnten die Umsetzung der VDV-Kernapplikation vor Ort kennen lernen und erkennen, dass die Zukunft des eTicketing untrennbar mit der Interoperabilität verbunden ist. Nur so kann der Fahrgast über Verbundgrenzen hinweg „einfach einsteigen und fahren“.
Schon in ihrer Begrüßung zeigte Ingrid Kühnel, Geschäftsführerin KreisVerkehr Schwäbisch Hall, dass die KOLIBRICARD nicht nur für ihren Verbundbereich so wichtig ist, sondern in Kürze im Hohenlohekreis die Voraussetzungen für den interoperablen Verkehr geschaffen sind. Die Zeit der Insellösungen ist vorbei. Die KOLIBRICARD ist das Kundenmedium für einen modernen ÖPV in einer wunderschönen Landschaft mit weiten Wegen und einem guten Verkehrsnetz.

Dr. Till Ackermann, Geschäftsführer VDV-Kernapplikations GmbH, unterstrich noch einmal, dass ein wichtiges Ziel der KA lautet: Komplexität in das System, Einfachheit für den Fahrgast. In seinem Bericht zum Sachstand der zehn großen Projekte, die über Deutschland verteilt einen ähnlichen Weg gehen, wie ihn Schwäbisch Hall jetzt zum Erfolg gebracht hat, standen im Wesentlichen immer wieder die gleichen Gründe für das eTicketing im Vordergrund: Einfache Nutzung für den Kunden, Interoperabilität und Durchgängigkeit, Abbau von Zugangshemmnissen, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, höhere Fahrgeldeinnahmen. Betrachtet man alle Projekte gemeinsam, so werden bis 2010 etwa 4,5 Mio. Nutzermedien eingesetzt, mit denen ein Drittel aller Abonnenten und ca. 25% aller Fahrten in der Bundesrepublik abgewickelt werden.

In seinem Bericht über das KOLIBRICARD Projekt machte Hans-Andreas Hoffmann, KreisVerkehr Schwäbisch Hall, besonders darauf aufmerksam, dass die Einführung eines eTickets nur zu einem geringeren Teil ein technisches Problem ist. Das Konzept ist realistisch, die Technik ist funktionsfähig, aber sind die Menschen reif dafür? Die Aufgabe aller Beteiligten, hier mehr als nur die notwendige Aufklärungsarbeit zu leisten, sollten kein Verbund und kein Verkehrsunternehmen unterschätzen. Der Wissenstransfer muss Entscheider, Politiker und Kunden einschließen. Zur Kundeninformation hat sich das Medium Internet als ausgezeichnetes Hilfsmittel erwiesen. Schwierig ist es, die unterschiedlichen Rollen, die in der KA Umsetzung ausgefüllt werden müssen, zum Leben zu erwecken. In der technischen Realisierung zeigte sich, dass GPS für Standortbestimmungen des Fahrzeugs im ländlichen Raum sehr gut geeignet ist. Bemerkenswert ist, dass in der Umsetzung der Interoperabilität mit Schwäbisch Hall und Hohenlohe zwei unterschiedliche Industriesysteme an ein Hintergrundsystem angebunden werden.
Von den bereits erwähnten Projekten zur Umsetzung der VDV-KA stellten der Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ihre weitgehend identischen Lösungsansätze vor. Lothar Megger erwähnte, dass beide Verbünde Pilotprojekte durchgeführt haben und nun die KA umsetzen, weil die technische Sicherheit im KA-Konzept deutlich höher ist. Mit der KA ist jetzt ein Standard vorhanden, der nicht nur die Interoperabilität gewährleistet, sondern als Standard auch die Stückkosten der Komponenten und Medien reduziert. Ein entscheidender Vorteil in der KA ist auch die Möglichkeit der Migration unter unterschiedlichen Migrationskriterien.

Dr. Manfred Ritschel wies in seinen Ausführungen zur Umsetzung der KA im Verkehrsverbund Oberelbe besonders auf wirtschaftliche und tarifliche Synergien hin, die ihre Grundlage in einer Reihe von Basisinnovationen haben. Hierzu sind zu rechnen die vollautomatische Anwesenheitserfassung, die flexible Tarifierung mit automatischer Fahrpreisermittlung und die Interoperabilität des KA-Konzepts. Alle drei Elemente sind im VVO realisiert. Fazit des Pilotkonzepts: es funktioniert, ist standardisiert und besteht aus migrationssicheren Standardkomponenten. Ziel der weiteren Arbeit ist die Einführung in allen fünf sächsischen Verbünden. Zwischenzeitlich erfolgt die Einführung einer Chipkarte für Abo- und Jahreskartenkunden. Enthalten sind die Optimierung des Vertriebs, einheitliches CRM (Customer-Relationship-Management), Innovative Systeme, Ertragsmanagement. Ansätze sind auch vorhanden für die zukünftige Systemarchitektur und eine Migrationsstrategie für Geräte. Notwendig ist vertiefende Marktforschung zum Kundenverhalten und Marktpotential. Für alle sächsischen Verbünde sind Lastenhefte vorbereitet und mit dem RMV, Rhein-Main-Verkehrsverbund, abgestimmt, so dass auf dieser gemeinsamen Basis eine Ausschreibung für 350.000 Karten erfolgen kann.

In drei Diskussionsforen, „Verkehrsunternehmen“, „Aufgaben- und Entscheidungsträger“ und „Verkehrsunternehmen/Industrie“ wurden die Fragen, die sich aus den Plenarvorträgen ergeben haben, aber auch Probleme, die aus den Interessentengruppen aufgeworfen wurden, vertieft behandelt.

In drei Workshops haben die Teilnehmer zu den offenen Fragen Lösungsansätze erarbeitet, „Verkehrsunternehmen/Industrie“: Hier standen die Themen Ausschreibungsverfahren, Finanzierung, PPP (Public Privat Partnership) / Outsourcing im Vordergrund.

„Interoperabilität“ beschäftigte sich mit der Bereinigung von Definitionsunterschieden im eTicketing in Europa und vervollständigte die Kriterienliste zur Analyse europäischer Projekte.

„Hot topics“ behandelte aktuelle, brennende Themen mit den Schwerpunkten Vertriebsorganisation und eTicketing, Fördertatbestände, Migrationsprobleme, die Bahn und Verbünde.

Eine brandaktuelle Information konnte den Konferenzteilnehmern mitgegeben werden: die Festlegung der Standards durch die internationalen Standardisierungsgremien ist nun auch für die applikatorischen Ebenen des Mehrschichtenmodells des eTicketing erfolgt.

 
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